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Wissensdurst

Freitag, 11. September 2009

Gehirnknoten

Ich werde jetzt für mindestens 17 h nicht eine Seite lernen. Nicht mal einen Satz. Und schon gar keine betriebswirtschaftlichen Zusammenhänge.

Die erste Klausur von gefühlten 70 in den nächsten anderthalb Monaten habe ich hinter mir. Ob erfolgreich, wird sich in ein paar Wochen zeigen, ich werde aber absichtlich nicht meine Unterlagen mit meinen geistigen Ergüssen von vorhin vergleichen, ich brauche die Motivation für die nächsten Wochen.

Ende Oktober bin ich dann entweder reif für die Anstalt oder warmgelaufen für den Doktorentitel der BWL. Das dritte Semester wird verdammt anstrengend werden. Vor allem weil ich mich frage, wo eigentlich die letzten zwei Semester hin sind, und warum ich mich noch nicht wirklich studierter und wissensschwangerer fühle als vor einem Jahr...

Jetzt gibt es aber erstmal ein kühles Bier, sinnlose Fernsehserien und ein paar Stunden Urlaub fürs Gehirn.

Mittwoch, 11. März 2009

Einmal mit Profis arbeiten

Das Unmögliche ist geschehen. Mindestens 2 Mathematiklehrer sollten sich im Grabe umdrehen, ihren Lehrerführerschein zurückgeben und sich eingestehen, dass sie versagt haben. Ein kleines, bewarztes, partiell autistisch veranlagtes, rundum seltsam aber liebenswertes Kerlchen hat geschafft, was 1998 noch unmöglich schien. Als die mathematische Welt mich schon aufgegeben hatte, niemand mehr an Mathematiksynapsen in meinem Gehirn glaubte, hat er mich angesehen und gesagt: Kollegin, SIE sind eine Bärin, wenn mein Kurs zu Ende ist, werden Sie die Mathematik lieben. Und ich habe ihn angesehen und ihn auch noch zusätzlich für geistig verwirrt gehalten. Und nun sitze ich hier und wünsche mir, ich könnte mindestens eins der Fächer im neuen Semester gegen einen weiteren Mathematikkurs mit ihm eintauschen. Ich weiß nicht wie, aber er hat es geschafft, ich habe meine persönliche Bestnote seit mindestens 20 Jahren in der Mathematikklausur, eine wunderbare 2,3.

Ich breche eine Lanze für tausende von verzweifelten Schülern, die in dieser Minute ihren Eltern den ewig gleichen Satz vorschluchzen "Ich kann nichts dafür, der Lehrer ist schuld." Es stimmt einfach, ja, es liegt am Lehrer, ein Lehrer muss verstehen zu begeistern, das Wissen nicht vorbeten, sondern erleben lassen, die Schüler mitreißen können und etwas von seiner Leidenschaft abzugeben verstehen.

Eventuell hilft auch mitdenken und zuhören, aber das ist wissenschaftlich noch nicht bewiesen und muss durch die Schüler selbst erforscht werden, irgendwann platzt der Knoten schon, und wenn es zehn Jahre nach dem Abi ist...

Meine angeknackste Matheseele wurde jedenfalls geheilt, und von meinem Matheprof könnte sich wohl so mancher Lehrer eine gehörige Scheibe abschneiden.

Vielen Dank T.R., Sie haben Ihr Versprechen tatsächlich gehalten!

Und die Mathelerngruppe hat entgegen allen Erwartungen bestimmt auch ihren Teil zum Erfolg beigetragen...

Lerngruppe005

Dienstag, 27. Januar 2009

Error

Mama.

Papa.

Ball.

Lala.

Winkewinke.

...

Zu mehr bin ich nicht mehr fähig. Ich habe fertig. Ich bin durch. Alle meine Mathegehirnzellen sind im Overload und der Akku hat sich wegen Überhitzung abgeschaltet.

Aber wenn da nicht mindestens ne 3 draus wird, dann. Dann. DANN. Werd ich wohl im März nachschreiben müssen...

Am erschreckensten war, als ich eine halbe Stunde vor Schluss auf die Aufgaben guckte, die ich am Anfang als "zu schwer" überblättert hatte... und plötzlich ganz genau wusste was zu tun war und meine Finger freudig über den Taschenrechner tanzten. Vor- und nachschüssige Rentenrechnung mit unterschiedlichen Ein- und Auszahlungsbeträgen, ganz klar. Mach ich ja täglich. Ich sollte eigentlich irgendeinen Beruf haben, wo ich das brauche, jetzt wo ich endlich etwas mathematisches gefunden habe, was mir scheinbar liegt. Na ja, der Statistikteil hat mich zwar wieder aus dem Matheolymp in die grausame Realität geholt, aber trotzdem, ich habe das Gefühl, diesmal wird es mehr als 1 Notenpunkt.

Da fällt mir ein, ich hab vergessen das Datum zu schreiben...

Montag, 26. Januar 2009

Mathehorror

Wie kann es sein, dass ich bis gestern noch völlig keck und ungenant {lies: undschenannt} Tilgungspläne bei konstanten Annuitäten aufstellen konnte, und heute Schwierigkeiten habe das Datum richtig zu schreiben? Ist das Klausurpanik, Montagsdefizit oder hat der Matheblödi meiner vielfältigen Persönlichkeit plötzlich wieder Oberhand?

Einsetzen und Wohlfühlen ist das Mathecredo unseres Professors, im Moment sieht es eher nach Hinsetzen und Durchwühlen aus... ich hoffe morgen ist ein besserer Mathetag für mein Gehirn als heute.

Falls jemand morgen abend einen Daumen entbehren kann, ich könnte ein paar gedrückte gebrauchen!

Sonntag, 18. Januar 2009

Orientierungsschwierigkeiten

Man sagt Frauen ja im Allgemeinen eine gewisse Orientierungsschwäche nach. Es freut mich mitteilen zu können, dass ich dieses Klischee voll und ganz erfüllen kann. Ich habe es schon geschafft, mich in den unmöglichsten Situationen zu verlaufen, und das liegt nicht nur an der ebenfalls frauentypischen Links-Rechts-Schwäche. Sogar im Flugzeug bin ich schon vom Weg abgekommen, die erste Klasse ist aber auch wirklich schlecht zu finden...

So wundert es mich denn auch nicht, dass ich am Donnerstag kurz davor war als erste Studentin in der TU verloren zu gehen. Die TU ist ja schon eine Stadt für sich, viele Gebäude, die unübersichtlich verschlungen mit vielen Räumen ausgestattet sind, genau der richtige Ort für mich. Das Gebäude, in dem die Klausur stattfinden sollte, hatte ich zu meiner eigenen Überraschung sogar schnell gefunden, und ein kurzer Blick auf die Schilder sagte mir, Raum 305 sollte ähnlich einfach zu finden sein. Und so bog ich scharf links ab und wunderte mich nur ganz leicht, warum ich das als Einzige tat. Nun ja, ich kann ja nichts dafür, dass die Andren die Schilder nicht lesen können, und so marschierte ich entschlossenen Schrittes den leeren Universitätsflur entlang. Am Ende angekommen stellte ich fest, dass die Schilder nicht mehr ganz so eindeutig in die von mir eingeschlagene Richtung wiesen, und so begab ich mich mit dem selben entschlossenen Schritt zurück an den Ausgangspunkt, die Eingangshalle.

Anscheinend bin ich auch nicht unbedingt der Typ Mensch, der sehr schnell aus Fehlern lernt, und so ging ich zielstrebig wieder in eine völlig andere Richtung als die anderen um mich herum. Aber diesmal war ich ganz sicher, Raum 305, ich komme. So kam ich auch im richtigen Stockwerk an, nur Raum 305, den fand ich nicht. Also holte ich nochmal meinen Kalender heraus, um festzustellen, Raum 305 hatte sich in meinen Aufzeichnungen seltsamer Weise in Raum 270 verwandelt. Inzwischen war ich um so viele Ecken, über soviele Treppen marschiert, dass ich komplett und absolut die Orientierung verloren hatte und mir nicht mal sicher war, ob ich noch im richtigen Gebäude stand. Also zurück zum Anfang, aber wo war die Eingangshalle? Und wo war ich? So lief ich also alle gefühlten 92 Treppen vom Dachboden zurück bis ich statt im Erdgeschoss im Keller stand.

Menschen sind mir nicht ein einziges Mal begegnet, und ich war mir auch nicht sicher, ob ich überhaupt die Berechtigung hatte dort umherzustromern, denn dort unten in den Kellern der TU scheinen seltsame Dinge vorzugehen. Area 51 wurde anscheinend nach Berlin verlegt, hinter einer weiteren Ecke stand ich plötzlich vor einem Raum ohne Türen, der mit Planen verhängt war und aus dem ein seltsames Licht auf den Flur schien. Die Geräusche aus dem Raum waren ungleich seltsamer und während meine Phantasie mit Akte-X-Bildern überschwemmt wurde, legte ich noch ein bißchen an Tempo zu und fand tatsächlich eine Tür, die wieder hinaus in die Welt führte. Etwas zaghaft sah ich mich um, an welchem Teil Berlins ich aufgestiegen war, um mit Freude festzustellen, es war nur der Kellernebenausgang des Gebäudes in dem die Klausur stattfinden sollte.

Also begab ich mich ein drittes Mal in die Eingangshalle und siehe da, Raum 270 war sogar extra für mich ganz eindeutig ausgeschrieben, und innerhalb von 3 Minuten saß ich mit einem Stift in der Hand neben meinen Kommilitonen.

Es wäre ja alles nur halb so schlimm, wenn ich wenigstens Raum 305 gefunden hätte...

Samstag, 15. November 2008

Erledigungen

Der Abwasch ist geschafft, die Küche gewischt, das Wohnzimmer gestaubsaugt, die Tische entkrümelt, das Bett gemacht, der Körper gebadet, die Haare gefärbt, die Handtücher sortiert, die Klamotten zusammengelegt, die Blogs gelesen, der Briefkasten geleert, der Abfall weggebracht, die Umgebung beobachtet, die Zimmer durchlaufen, die Blumen gegossen, die Stühle zurechtgerückt, die Bücher gestapelt, der Bleistift gespitzt und der Ordner aufgeschlagen.

Ich könnte also anfangen zu lernen.

Ist das da ein Fleck auf dem Fußboden? Da muss ich wohl noch mal durchwischen.

Samstag, 8. November 2008

Alterserscheinungen

So langsam wird mir klar, warum es eigentlich unerlässlich ist, schon in jungen Jahren ein Studium zu absolvieren. Ich bin einfach zu alt, um nach einer feucht-fröhlichen Party zu dritt auf einer fremden Wohnzimmercouch zu übernachten, und das Schlimmste ist, dass ich am nächsten Tag auch so aussehe, als hätte ich auf einer fremden Wohnzimmercouch genächtigt...

Falls mich jemand sucht, ich liege geschwächt auf MEINER Couch und übe mich in neu gelernten Pilateskenntnissen, indem ich versuche gleichzeitig in meinen Kreuz- UND in meinen Kopfschmerz hineinzuatmen.

Montag, 27. Oktober 2008

Glücksmomente

Mit den Glücksmomenten ist das ja immer so eine Sache. Meist sind sie selten, häufig sehr lange her und wenn man sie hat, hat man gerade keine Zeit sich darüber zu freuen, geschweige denn sie auszukosten.

Umso erstaunlicher, dass ich heute gleich einen ganzen Haufen von Glücksmomenten hatte, und dass auch noch in einer so speziellen Situation, dass ich schon von Jahrzehnten sprechen muss, um mich an die letzten dieser speziellen Glücksmomente zu erinnern. Und nicht mal richtig erinnern kann ich mich, ich kann nur vermuten, dass ich sie irgendwann einmal hatte.

Nein, ich kann mich wirklich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal in einer Matheunterrichtsstunde gesessen habe und etwas gefragt wurde, auf dass ich dann auch noch eine Antwort hatte. Und dann auch noch die richtige. Und das auch noch völlig selbstverständlich, als hätte ich mein Leben nichts anderes gemacht. Für den geübten Hobbypsychologen mag das angesichts meines derzeitigen Seelenzustands sicherlich sehr bezeichnend sein, dass ich über eine richtige vorschüssige Rentenrechnung so beglückt bin, aber ich hätte platzen können vor Stolz, als ich heute mehrmals um Hilfe in der Mathematikvorlesung gefragt wurde. Und ich sie auch noch geben konnte. Unglaublich. Unvorstellbar. Geradezu beängstigend.

Ob man nachträglich seine Abiturnote nach oben verbessern kann? Der eine Notenpunkt Das bescheidene Ergebnis im Matheabi kann nur ein Rechenfehler gewesen sein...

Freitag, 3. Oktober 2008

Studentenparty im Nadelstreifenanzug

Studentenfeten unter angehenden Ökonomen sind eindeutig anders. Es gibt mehr Cocktails als Bier, mehr Schlipsträger als Ökolatscher und man entspannt mit den neuen Kommilitonen in der Kuschelecke der hippen Ku'damm-Lounge.

Nur eins ist gleich - das Kopfweh am nächsten Tag. Ich habe Kopf, Hals und Stimme. Und Bauch - vom Lachen. Es war vielleicht kein dunkler verrauchter Raum mit Holzbänken, Bierkästen als Tischen und kühlen Getränken in der Badewanne, aber hey, schließlich sind wir die zukünftige Wirtschaftselite von Europa, da kann man schon mal standesgemäß feiern.

Es war ein superlustiger Abend und ich brauch jetzt auch das lange Wochenende um Dienstag wieder fit zu sein zur nächsten Vorlesung. Und die nächste Party muss dann ja auch geplant werden. Und es wird Zeit für die Lerngruppenbildung, obwohl ich nach gestern Abend arge Befürchtungen hege, dass wir sicher bald die genauen Zutaten mehrerer Cocktails und Biergebräue im Kopf haben, aber nicht den Unterschied zwischen Monopol und Oligopol.

Das Studentenleben kann schon ziemlich hart sein.

Donnerstag, 28. August 2008

Schnelle Wirkung

Der Mathekurs wirkt schon.

Ich kann plötzlich meine Kontonummer aus dem Kopf samt zugehörigem Onlinepin.

Womöglich kann ich mir demnächst noch Geburtsdaten und Telefonnummern merken, nicht auszudenken.

Luftgebilde

BILD1197

Frischluft

Weihnachtsgrüße
Ich bin die schlechteste Weihnachtskartenschreiberi n...
June_blogt - Di, 22. Dez, 21:15
Guten Morgen liebe Sorgen
Ein Montag beginnt vielversprechend, wenn aus der Dusche...
June_blogt - Mo, 21. Dez, 21:36
Neues Jahr altes Spiel
Das wars dann mit dem Urlaub im nächsten Jahr,...
June_blogt - Mo, 14. Dez, 21:58

Luftströmung


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