Tage wie dieser
Ein Montag beginnt vielversprechend, wenn aus der Dusche statt eines erfrischenden Wasserstrahls nur drei Tropfen fallen und der Durchlauferhitzer ins Stottern kommt. Wie gut, dass ich gestern abend auf die Haarmaske verzichtet habe, ich wäre ungern so zur Arbeit gegangen. Wobei es jetzt auch nicht besser aussieht. Mal sehen, ob ich heute Abend mit dem Kochtopf Schnee sammeln muss um zu überleben.
Wozu lebe ich eigentlich in einer Großstadt?
Update 19.30 Uhr: Wie gut, dass ich die Weihnachtsgroßwäsche schon am WE erledigt habe, entgegen meiner Aufschieberitis. Immer noch kein Tropfen Wasser. Ich geh dann mal Schnee schmelzen.
Update 21:41 Uhr: Immer noch kein Wasser, dafür reißen sie jetzt! die Straße vor dem Haus auf. Das wars dann mit der Nachtruhe...
June_blogt - Mo, 21. Dez, 07:21
Das wars dann mit dem Urlaub im nächsten Jahr, erstens kommt es anders, und zweitens sowieso. Ich hätte es wissen sollen, dass garantiert irgendwas dazwischen kommt, diesmal sinds die Prüfungstermine der Lieblingsbestenfreundin.
Ich sollte einfach keine Pläne machen. Pläne funktionieren nicht in meinem Leben. Sobald ich anfange zu planen, ist eigentlich schon klar, dass alles ganz anders kommt. Vielleicht fange ich einfach mal an, mich daran zu gewöhnen, dann spar ich mir die Enttäuschungen. Es hätte ja auch mal was klappen können.
Ich sollte mir nen Zahnarzttermin auf den Tag legen, oder nen Banktermin. Vielleicht nutz ich die Urlaubswoche auch, um das Flusensieb in der Waschmaschine zu reinigen und herauszufinden, warum das Wasser im Klo so schlecht abläuft, dann beginnen die nächsten 30 Jahre, wie die ersten aufgehört haben...
June_blogt - Mo, 14. Dez, 21:48
Berlin, 15:50, es schneit.
Hatte ich schon erwähnt, dass ich ein Sommermensch bin?
Finde den Fehler...
June_blogt - Sa, 12. Dez, 15:52
Das schöne an einer Mutter, die in einer Apotheke arbeitet, ist der wohlgefüllte Arzneischrank, aus dem jedes Wehwechen vom Pickelchen bis zum akuten Blinddarmdurchbruch direkt und ohne Zeitverzug noch im Badezimmer behandelt werden kann. Leider musste ich feststellen, dass meine Arzneischublade nicht diesen Tischlein-deck-dich-Effekt hat, wenn ich mich nicht selbst darum kümmere.
Gestern Abend beim Telefonat ausgerechnet mit der Lieblingszahnarztgattinfreundin schoss plötzlich ein stechender Schmerz aus meiner Kauleiste direkt ins Gehirn, der sich auch durch pilatisches In-den-Schmerz-Atmen nicht wieder verzog. Leicht irritiert griff ich zur Schublade, nur um festzustellen, dass sie außer Erkältungstüchern, Mullbinden, Fußcreme, einem halbkaputten Thermometer, einer Anitallegriepille, einer Uralt-Anti-Durchfall-Pille und einer seltsamen Schachtel Antirheumatikum von anno dünnemals nichts wirklich erhellendes enthielt. Also folgte der Griff in die Kühltruhe und zum abgelaufenen Hackfleisch in Ermangelung von Kühlakkus, die zimmerwarm im Regal neben der Truhe lagen. Eine Stunde später war der Schmerz soweit runtergekühlt, so dass ich meinen erkältungsgeschwächten Körper mit Bronchialsalbe geschmeidig gecremt, in die weichen Daunenkissen sinken ließ. Und noch eine Stunde später hatte sich der Schmerz durch die Bettwärme einmal komplett auf der linken Gesichtshälfte ausgebreitet.
Nun bin ich von Natur aus ein eher fauler Mensch. Das der Schmerz also schlimmer war, als der Gedanke, in die kalte Nacht hinauszugehen, wurde klar, als ich mich 10 min später, gegen 1.00 Uhr nachts, warm eingepackt und nach Bronchialsalbe duftend, auf die Suche nach einer Notfallapotheke machte. Keine halbe Stunde später lag ich wieder mit abgelaufenem Hackfleisch an der Wange und selig weggedopt in meinem Bett, wartete auf den wohlverdienten Drogenschlaf und verdrängte den Gedanken an den Zahnarztbesuch.
Heute übrigens ist der Schmerz wie weggeblasen, wenn nicht die Tabletten neben meinem Bett liegen würden, würde ich behaupten, ich habe die ganze Geschichte geträumt.
Übrigens sieht man nachts ganz spannende Dinge, die Cocktailkneipe um die Ecke ist anscheinend zum Rockerbandentreffpunkt geworden und in der russischen Bar sitzen auch um diese Uhrzeit ausschließlich die gleichen drei Gestalten.
PS: Liebe Mutti, du musst mir glauben, ich hatte ein äußerst schlechtes Gewissen, die arme Apothkenfrau wegen ein paar Schmerztabletten aus dem Bett zu klingeln, aber sie war nur ein ganz klein bisschen genervt, ich war anscheinend nicht die einzige... und bevor du schimpfst, sei lieber froh, dass ich vorher nicht angerufen habe um zu fragen, welche Tabletten ich kaufen soll und wie teuer sie sein dürfen, wie sonst in sämtlichen Medikamentennotfällen...
June_blogt - Mi, 2. Dez, 20:15
Ich habe ja schon viel erlebt im Büro, aber jetzt reichts! Da setzen die mir doch direkt an meinen Schreibtisch so einen blonden Sunnyboy mit breiten Schultern, strahlend blauen Augen und ebenso strahlendem Lächeln und erwarten auch noch von mir, dass ich mich um ihn kümmere.
Ich weiß nicht, wie ich mich jemals wieder konzentrieren soll, wenn ich jedes Mal, sobald er aus seiner Colaflasche trinkt, das Meer rauschen und die Möwen schreien höre und vor meinem inneren Auge Bilder von ihm in Hawaiishorts auf seinem Surfbrett auftauchen. Oder wie er vor unserem Farmhaus im Holzfällerhemd mit aufgekrempelten Ärmeln in zerrissenen Jeans das Feuerholz für das Kaminfeuer schlägt, vor dem wir uns gleich leidenschaftlich räkeln werden... So kann doch keine Frau vernünftig arbeiten!
June_blogt - Mo, 30. Nov, 21:14
- Wenn ich zügig gehe und dabei kräftig auftrete, tut es mir zwischen meinen Schulterblättern weh.
- Wenn es ganz leise ist, kann ich meine Wirbel knirschen hören.
- Wenn ich den Kopf auf die Brust drücken will, zieht es im Kreuz.
Im Freundes- und Bekanntenkreis jagt ein Bandscheibenvorfall den nächsten und mich würde sehr stark interessieren, woran ich merke, dass meine Bandscheibe auch bedürftig ist? Ich gehe nämlich ganz verschärft davon aus, dass es diesmal nicht meine innig geliebte Wanderniere ist, die sich irgendwie zwischen den Schulterblättern verkanntet hat. Mich dünkt, ich werde wohl um die Anmeldung im Fitnessstudio nicht mehr drum rum kommen.
Ärgerlich irgendwie, wo mir faul sein doch viel mehr Spaß macht...
June_blogt - Mo, 16. Nov, 20:33
Bitte mal vortreten, wer dieses Wahlergebnis verzapft hat?!
Ich will keine blonde Zicke als Vizekanzlerin!!! Und schon gar nicht will ich, dass die Westerwelle mich im Ausland repräsentiert! Du ahnst es nicht... Ich bin für Neuwahlen.
June_blogt - So, 27. Sep, 18:57
Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, dass bei allen drei Raffrollos am selben Tag im selben Moment die Schnüre reißen? Das ist doch eine Ikea-Verschwörung?!
Tja, leider leider muss ich nun wohl demnächst mal Kerzen kaufen und HotDog essen gehen... wie außerordentlich schade.
June_blogt - Sa, 12. Sep, 10:23
Es ist 20.30 Uhr und draußen ist es dunkel.
Ob es wohl zu früh ist, mit der Winterdepression zu beginnen? Es soll ja auch schon Weihnachtssachen im Supermarkt geben und morgen in vier Monaten ist Silvester.
Es wird Zeit, dass ich entweder reich heirate oder im Lotto gewinne, (Spekulationen über die Wahrscheinlichkeit einer der beiden Möglichkeiten untersage ich hiermit), damit ich mein Sonnendomizil einrichten kann... ich will Sommer!!!
June_blogt - So, 30. Aug, 20:37
Vor Verlassen des Hauses unbedingt sämtliche Leitungswasservorräte auffüllen (Trinkflaschen, Wasserkocher...), da es unter Umständen sein kann, dass die Berliner Wasserbetriebe an einem Freitag Abend ab 20.20 Uhr beschließen, die Straße vor dem Haus aufzureißen und das Wasser bis auf unbestimmte Zeit abzustellen, so dass der mit mexikanischem Essen belastete Magen sich leider nicht bei einem beruhigenden Pfefferminztee entspannen kann.
Bis morgen früh um sieben haben sie Zeit, dann muss ich spätestens Zähne putzen. Die Geräusche vor dem Fenster deuten allerdings darauf hin, dass es sich um eine größere Operation handelt. Ob ich mich mal im Nachthemdchen vom Balkon aus erkundige? Aber womöglich dauerts dann noch extra länger, weil sie vor Schreck in die Baugrube fallen.
Kann man Pfefferminztee mit schwäbischem Mos(ch)t kochen?
June_blogt - Fr, 28. Aug, 22:43